Mein Dammschnitt und ich...

21:35:00

Hallo meine Lieben,

heute möchte ich mal wieder eine meiner Erfahrungen mit euch teilen.

Zum Ende der Geburt von Peter wurde es etwas hektisch, da Peters Herzfrequenz abgesackt war. Noch während einer Presswehe spürte ich plötzlich ein brennen und stechen und wusste, nun habe ich einen Dammschnitt erhalten. :-/ Der Schnitt musste leider sein, damit die Saugglocke angebracht werden konnte.
Ein Dammschnitt war etwas das ich nie wollte und wovor ich echt Schiss hatte.

Eine wirklich unangenehme Erfahrung war das genäht werden.
Während der Papa unser süßes Baby das erste Mal baden durfte, lag ich mit gespreizten Beinen, wie beim Gynäkologen auf der Liege. Immer im Blick die Ärztin mit ihrem Nähwerkzeug.
Ein Hoch auf lokale Betäubungsmittel!!!!!

Noch im Krankenhaus brachte mir eine Hebamme einen Sitzdonut und ich war ihr so unendlich dankbar dafür. An meiner Naht hatte sich ein Hämatom gebildet und ich konnte einfach nicht sitzen. Es tat soooo weh.

Daheim hat sich dann meine Nachsorgehebamme auch um die Dammnaht gekümmert und hat sie kontrolliert. Nach jedem Toilettengang habe ich knapp 500ml handwarmes Wasser nachgespült, was sehr gut tat und für die Heilung auch sehr wichtig ist. Sonst habe ich weder Sitzbäder gemacht, noch irgendetwas geschmiert oder Kompressen benutzt. Zu Hause hatte ich zum Glück kaum noch Schmerzen oder irgendwelche Probleme damit, also habe ich es einfach heilen lassen.

Meine Naht hat mich schon beim duschen verunsichert. Ich habe mich ewig nicht getraut sie mal anzufassen bzw. abzutasten. Überhaupt mich richtig "da unten" zu duschen war Überwindung pur. Ich hatte halt Angst, dass etwas einreißt.

Die größte Angst galt aber dem ersten Sex nach der Geburt, mit Dammschnitt. Als ich mich nämlich endlich getraut hatte die Naht abzutasten, war ich der festen Überzeugung, dass mich die gute Ärztin "zugenäht" hatte. O.O Die entstandene Narbe war sehr hart zu der Zeit und nur die Vorstellung mit meinem Freund zu schlafen jagte mir Schauer über den Rücken. ;-)

Im ersten Moment war es schon komisch, aber das war wohl eher eine Kopfsache. Schließlich war dort ja vor kurzem ein Kind rausgekommen... :-D

Mittlerweile spüre ich die Dammnaht bzw. die Narbe überhaupt nicht mehr und auch tasten kann ich nichts mehr.

Also Entwarnung meine Ladies!!! Auch wenn ihr reißt oder einen Schnitt bekommt, wird es euch nicht weiter einschränken, nur am Anfang durch den Sitzschmerz. Wichtig ist das spülen nach dem ihr auf der Toilette gewesen seid und dass eure Nachsorgehebamme immer wieder einen Blick darauf wirft. Der Sex ist anfangs komisch, aber keine Angst, das geht vorbei. ;-) ;-)

Wie sieht es denn bei euch aus? Seid ihr gerissen, oder wurdet ihr geschnitten?

Alles Liebe
Eure Sara

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2 Kommentare

  1. Sehr gut beschrieben.
    Genau so ging es mir. Die Panik davor war viel Schlimmer, als es tatsächlich war..

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  2. Zum Glück ging dieser Kelch an mir vorüber. Man muss ja auch nicht ALLES mitmachen, oder?
    Ich hab nach Hinweisen im Geburtsvorbereitungskurs auch die Wochen davor jeden Tag brav Dammmassage gemacht und beim ersten Kind auch Heublumen-Dampfsitzbäder. Außerdem hat meine Hebamme vorher schon gesagt, ich sei eine "weiche Frau" und sie sieht da keine Probleme auf mich zukommen.

    Ich weiß jetzt nicht, was dann am Ende wirklich geholfen hat, aber ich bin nicht gerissen, musste nicht geschnitten werden und hatte nur ganz leichte Abschürfungen, nachdem Nummer 2 es ganz besonders eilig hatte und seine Arme gleichzeitig mit dem Kopf rausgequetscht hat.

    Ich hatte allerdings auch die volle Panik vor einem Dammschnitt und hätte gerne vorher gewusst, dass es wohl doch nicht so schlimm ist, wie man sich das allgemein vorstellt!

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