Dieser Punkt, wenn Frauen ihre Kinder in den Kühlschrank stecken...

18:38:00

Hallo meine Lieben,

heute möchte ich wieder über ein Thema sprechen, dass sich viele Mamas nur ungern eingestehen und schon gar nicht öffentlich darüber reden werden.

Ich breche wieder dieses Tabu und bin jetzt sehr ehrlich!

Peter ist zum Glück kein Schreibaby gewesen und ist auch sonst eher ruhig. Nur einschlafen ist sein absolutes Problem. Schon beim spielen reibt er sich vor lauter Müdigkeit fast die Augen aus und gähnt, als würde er mich gleich auffressen wollen. Also schnapp ich mir den Kleinen und bring ihn in sein Bett. Schnuller rein, Babyphone an, Kuss auf die Stirn und sein Kuscheltier in der Hand. Alles ist perfekt, dass er sofort die Augen zumachen und einschlafen könnte....aber nicht mit meinem Kind!

Kaum bin ich aus dem Raum draußen, geht die Party los. Er turnt im Bett rum und motzt und mault. Also gehe ich noch einmal rein, leg ihn wieder hin, nehme seine Hand und bleibe ein paar Minuten stehen. Das muss ich endlos wiederholen, bis er endlich auch im Bett so ruhig ist, dass er liegen bleibt und sich mit seinem Kuscheltier beschäftigt. An schlechten Tagen kann das Schauspiel schon mal über eine Stunde dauern und das zeeeehrt an den sowieso schon völlig überspannten - da zu wenig Schlaf normal ist - Nerven. Ich denke dann immer daran, was ich in der Zeit schon wieder alles hätte erledigen können und werde nur immer genervter. Ich merke wie ich immer aggressiver auf die ganze Situation werde und Peter schon schärfer anspreche und ihm den Schnuller wieder reinschiebe. Dann ist er da:

Dieser eine Punkt in einem, wo man weiß, dass man etwas tun könnte, was man bereuen wird, wenn man es tut!

Jede Mama wird schneller diesen einen Punkt in sich kennenlernen, als ihr lieb ist! Aber das ist ganz normal, denn auch wir sind nur Menschen, die einfach irgendwann nicht mehr können.

Es ist unglaublich wichtig nun Abstand von der Situation zu nehmen, bevor man zu jemandem wird, der man nicht ist. 

  • Geht sicher, dass sich euer Baby nicht verletzen kann und geht aus dem Zimmer raus. 
  • Macht die Tür hinter euch zu. 
  • Auch wenn es schmerzt, lasst das Baby schreien! Umso aufgewühlter ihr seid, umso weniger könnt ihr euer Kind beruhigen. Gerade am Anfang, wo man sich unglaublich schnell überfordert fühlt, merken diese winzigen Wesen auch schon die kleinste Anspannung in euch. Ihr seid für euer Kind schließlich alles und wenn ihr unruhig seid, dann denkt euer Kind, dass etwas nicht stimmt. 
  • Lenkt euch für ein paar Minuten ab, checkt die neuesten Mails oder Facebook-Staten, macht endlich die Waschmaschine an, die schon ewig voll ist, oder räumt einfach ein bisschen rum. 
  • Wenn ihr wieder runtergekommen seid, dann holt noch 3 Mal tief Luft und geht wieder ins Zimmer rein. 

Wenn sich euer Baby aber schon so eingeschrien hat, dass es nicht möglich ist, es für Minuten allein zu lassen:
  • Legt es ab und geht aus dem Zimmer raus. 
  • Macht die Tür hinter euch zu. Die Tür bildet sozusagen die Grenze zu der Situation, aus der ihr rausgehen müsst. 
  • Bleibt aber an der Tür stehen und holt 5 Mal ganz tief Luft. Wenn das nicht gereicht hat, dann wiederholt das Luft holen. Auch wenn es zu simpel klingt, es hilft wirklich! 
Im Idealfall ist natürlich gerade der Papa oder euer Partner da und kann kurz für euch übernehmen, damit ihr runterkommen könnt. Leider ist dieser Idealfall unglaublich selten! 

In den ersten Monaten, wenn ich wieder an diesem Punkt angelangt war, bin ich in Wuttränen ausgebrochen und aus dem Zimmer geflüchtet und hab noch irgendeine Tür hinter mir zugeworfen. Auch war es mir total egal, ob Peter schreit oder nicht, denn ich war unglaublich wütend und aufgebracht.
Mittlerweile gehe ich schon bevor dieser Aggressionspunkt kommt aus dem Zimmer. Man lernt diese Seite an sich schnell besser kennen und kann dann auch besser einschätzen, wann es Zeit ist, die Tür hinter sich zuzumachen.

Wenn man als Mutter ehrlich über sein eigenes Befinden spricht, wird man sehr schnell verurteilt und man fühlt sich nur noch schlechter.
Sprecht mit eng befreundeten Mamas darüber, wie ihr euch in so einer Situation fühlt. Es hilft, wenn man weiß, man ist nicht die einzige "Rabenmutter" auf Erden. ;-)

Schreibt mir doch mal eure Erfahrungen unten in die Kommentare oder wer sich nicht traut, kann mir auch gern bei Facebook eine Nachricht zukommen lassen.

Habt noch einen tollen Sonntag und genießt das Wetter!

Alles Liebe
Eure Sara

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2 Kommentare

  1. Mein Großer war ein Schreibaby. Unglaublich anstrengend und kräftezehrend. Da bin ich dann teilweise echt geflüchtet, hab zwei Türen zwischen uns zugemacht, und hab mal all die Wut, Anspannung und Verzweiflung rausgebrüllt. Hat gut getan. Einschlafen war die allerlängste Zeit auch das volle Drama. Eine Weile lang hat pucken geholfen, später eine Kinderlieder-CD (leise). Irgendwann zwischen drei und vier Jahre hat sich dass dann drastisch verändert. Mittlerweile ist er allermeistens innerhalb von 10 Minuten eingeschlafen.

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    1. Vielen Dank für dein Kommentar. Einfach mal schreien ist ein tolles Mittel um die Anspannung rauszulassen!

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